Forschung – Schatten des Todes 1
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Die Pest, Typhus oder Tuberkulose – die Auslöser von Seuchen waren vor der Erfindung des Mikroskops unsichtbar. Ärzte waren scheinbar machtlos gegen die „Geißeln Gottes". Heilen konnte nach alter Lesart die Krankheiten nur die Versöhnung mit Gott.

Aber nicht nur im abendländischen Kulturkreis hatte man mit Seuchen zu kämpfen: Malaria, Gelbfieber, Dengue oder die Schlafkrankheit rafften die Menschen in tropischen Gegenden in großer Zahl dahin. Erst durch die Entdeckung von Erregern und die Herstellung von Impfstoffen hatten die Mediziner Mittel in der Hand, Seuchen wirkungsvoll zu bekämpfen.

Auch durch Sexualität übertragene Krankheiten spielten eine große Rolle in der Menschheitsgeschichte. Während man aber nur noch selten von der geschichtsträchtigen Syphilis hört, ist Aids auch nach Jahrzehnten ein Dauerthema.

Die besondere Gefahr, die von den unsichtbaren Erregern ausgeht, ist ihre Wandelbarkeit. Nur so ist es möglich, dass im 21. Jahrhundert noch Menschen an immer neuen Varianten der Grippe sterben.